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Kinowerbung in der Mediaplanung


Mehr als jeder zehnte Kinosaal in Deutschland ist ein Programmkino: Auf insgesamt 526 Leinwänden – das entspricht einem Anteil von 11,1 Prozent – wurde im Jahre 2009 Filmkunst gezeigt. 465 von ihnen befanden sich in insgesamt 327 Programmkinos, die ausschliesslich Arthouse-Filme zeigten, 61 waren in Filmtheatern, die ein gemischtes Programm angeboten haben. Im Kinojahr 2009 sahen rund 10,2 Mio. Kinobesucher einen Film in einem Programmkino, das entspricht 7,0 Prozent der insgesamt 146,3 Mio. Besucher. Neun von zehn Kinotickets (89%) für eine Filmkunstvorstellung wurden dabei in reinen Programmkinos erworben – wobei Filmtheater mit einem Saal (35%) und in Grossstädten (48%) innerhalb der Programmkinos am erfolgreichsten waren.*

Die Konzentration auf soziale wie niveauvolle Rezeption, die Ausübung eines Berufes nach einer akademischen Ausbildung einher gehend mit überdurchschnittlich hohen Einkommen sowie die Flexibilität von Single-Haushalten prädestinieren insbesondere das Publikum der Kinos mit besonderer Filmauswahl für abstrahierte und Image tragende Werbebotschaften, die in anderen Häusern nicht dieselbe Effizienz entfalten können.

Überlange Werbeblöcke, die eher aufregen als anregen, sind hier nicht anzutreffen.

In mittleren und kleineren Städten stehen die Filmtheater vielerorts in Ausstattung und Technik den grossen Konzern-Zweckbauten in nichts nach. Im Gegenteil: mit ihren individuellen Programmangeboten und persönlichem Service sind sie konkurrenzlos. In vielen Fällen ist es ergänzend gelungen, den jeweils spezifischen Charme eines traditionsreichen Hauses für den Standort zu bewahren und in seiner Unverwechselbarkeit auch für die nächste anspruchsvolle Kino-Generation gleichsam attraktiv zu halten. Dies gilt es mit Kinowerbung zu unterstützen.

Engagierte Filmkunsttheater und Programmkinos mit herausragenden Jahresprogrammen können zudem unter bestimmten Voraussetzungen auf öffentliche Unterstützung hoffen. Jährliche Kinoprogrammpreise, Prämien und Urkunden der Länder und des Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien (BKM) zeugen auch von der öffentlichen Anerkennung nachhaltiger Kino-Kultur-Arbeit in den Städten und der Region, oftmals sogar weit über den üblichen Einzugsbereich eines einzelnen Filmtheaters hinaus.

Klingt viel, ist wenig: In den meisten Fällen sind mit den Auszeichnungen nur wenige hundert Euro für ein Kino verbunden, Urkundenpreise sind häufig gar nicht dotiert. Ein Grund mehr, sich mit Kinowerbung gerade hier zu engagieren. Und das machen wir. Professionell, vertrauenswürdig, bezahlbar und vor allem überprüfbar.

Weitere Details aus der aktuellen Studie*:

* über die größte Programmkinodichte verfügte im Jahr 2009 Berlin (51 Leinwände), gefolgt vom Saarland und Sachsen. Die geringste Programmkinodichte fand sich in Sachsen-Anhalt.

* 91 Prozent der Programmkinovorstellungen fanden in Spielstätten mit ein bis drei Kinosälen statt.

* Knapp zwei Drittel der Programmkinosäle war in Städten mit über 500.000 Einwohnern (31%) oder in Ortschaften bis 50.000 Einwohner (33%).

* Der Eintrittspreis für den Besuch eines Programmkinofilms betrug 2009 durchschnittlich 6,02 Euro - und lag damit 65 Cent unter dem durchschnittlichen bundesweiten Ticketpreis.

* Arthouse-Filme waren 2009 besonders beim älteren Publikum – den so genannten Best Agern (50 ) – beliebt: Diese Altersgruppe stellte mehr als jeden dritten Kinobesucher dieser Filme (37,7%). Damit war der durchschnittliche Filmkunstbesucher mit 43 Jahren rund 9 Jahre älter als der Durchschnitt aller Kinobesucher in Deutschland.

* Gut zwei Drittel (63,5%) der Besucher von Arthouse-Filmen lebten 2009 in Single- und Zwei-Personen-Haushalten – und jeder Siebte von ihnen ging am liebsten allein (14,3%) ins Kino.

* Ein Viertel (24,9 Prozent) des Filmkunstpublikums gehörte 2009 zur Gruppe der Heavy-User (7 und mehr Kinobesuche) - im Gesamtmarkt stellt diese Gruppe nur 13,4 Prozent aller Besucher.

* Der Besucher von Arthouse-Filmen gibt seltener (38,0% im Vergleich zu 50,6%) und weniger Geld (4,81 Euro im Vergleich zu 5,65 Euro) für Speisen und Getränke im Kino aus als der durchschnittliche Gesamtkinobesucher.

* Die nach Schulnoten am besten bewerteten Arthouse-Filme des Jahres 2009 waren GRAN TORINO (1,2), WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS (1,4), VERBLENDUNG (1,4), SLUMDOG MILLIONÄR (1,5) und die deutsche Produktion WÜSTENBLUME (1,5).

*Quelle: Filmförderungsanstalt Berlin (FFA): Programmkinos in der Bundesrepublik Deutschland und das Publikum von Arthouse-Filmen im Jahr 2009 - Analyse zu Auslastung, Bestand, Besuch und Eintrittspreisen sowie zu soziodemografischen und kinospezifischen Merkmalen von Dr. Britta Nörenberg und Stefanie Maskow. Berlin, im Dezember 2010.

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