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Publikum und Zielgruppe der Kinowerbung
Nicht zuletzt durch die Förderpolitik wird das «Medium Kino» wie kaum ein anderes so intensiv durchleuchtet und steht unter ständiger Beobachtung, sowohl kulturell als auch wirtschaftlich.
Sehr detailliert liegen soziodemografische und kinospezifische Analysen von externen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Organisationen vor - also vollkommen unabhängig von der Werbewirtschaft. Insbesondere für Kino-Werbekunden in Filmkunsttheatern und Programmkinos fassen wir nachfolgend die wesentlichen Ergebnisse zusammen, da sich das Publikum hier von jenem der Familien- und Mainstream-Kinos deutlich unterscheidet.
Von den insgesamt 4.640 Kinosälen in Deutschland wurden 768 als Studiokino, Programmkino oder Filmkunstkino klassifiziert, 631 Kinosäle davon fanden sich in 421 «reinen» Programmkinos. Damit sind 16,6 Prozent aller Kinosäle in Deutschland Programmkino-Leinwände.
Insgesamt rund 130 Millionen Kinokarten wurden im vergangenen Jahr verkauft. Fast jede Kinokarte ist ein intensiver Werbekontakt mit gleichzeitig visueller und akustischer Stimulation im abgeschlossenen Raum als lebendiges wie soziales Erlebnis - und das ohne Ablenkungen.
Hierzu im Einzelnen:
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Signifikant hoch ist der Anteil der 40plus-Generation mit über 55%, mit 30plus sogar über 70%. Teenager im Alter bis 19 Jahre hingegen spielen eine untergeordnete Rolle. Für das Programmkino-Publikum ergibt sich ein Durchschnittsalter von 43, bei allen Kinobesuchern liegt es bei 34 Jahren.
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Das Programmkino-Publikum verfügt über sehr ein hohes Bildungsniveau: Über 90% haben Abitur oder einen akademischen Abschluss, Mittlere Reife bzw. einen Fachhochschul-Abschluss.
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Gut situierte Angestellte und Rentner bilden mit zusammen knapp 2/3 die grösste Besuchergruppe der Programmkinos. Danach zeigen Schüler und Studenten ein starkes Interesse am Filmkunstangebot.
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Das Programmkino-Publikum gehört zu den besser verdienenden: Rund 77% erzielen ein Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 1.500 Euro.
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Mit rund 72% überwiegen Single- und 2-Personen-Haushalte deutlich.
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Geringfügig überwiegt das weibliche Geschlecht.
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In Städten mit über 100.000 Einwohnern wurden 54% der Programmkinos vorgefunden. Das heisst aber auch, dass sich in Ortsgrössen unter 100.000 Einwohnern 46% aller Programmkinos befinden, wichtig für die Mediaplanung!
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Quellen: Besucherzahlen: FFA Info 1/2012 vom 9. Februar 2012; Zielgruppe: Programmkinos in der Bundesrepublik Deutschland und das Publikum [...] Analyse zu Auslastung, Bestand, Besuch und Eintrittspreisen sowie zu soziodemografischen und kinospezifischen Merkmalen. Von Dr. Britta Nörenberg und Stefanie Maskow. Hg.: FFA Filmförderungsanstalt, Berlin, im September 2011.
Wer meint,diese Aussagen seien von uns verschönt, kann sich unabhängig von den zitierten Publikationen über die herausragenden Qualitäten der deutschen Programmkinos auch auf den Internet-Seiten der AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater umschauen. Und wer sich erst gar nicht mit den vielen Daten beschäftigen will, dem bleibt eine durchaus angenehme wie effiziente Alternative: Beim nächsten Kinobesuch nicht nur den Film, sondern auch das Publikum einmal genauer ansehen, Auge in Auge mit der Zielgruppe, sozusagen. Wo gibt's das sonst schon? |